Tierschutzskandal: Verfahren gegen Geflügelindustrie eingestellt

Experten sind empört über Einstellung des Tierschutzsskandals.
Fotocredit: Animal Equality

Die Tierrechtsorganisation Animal Equality deckte vor wenigen Monaten schockierende Missstände in insgesamt drei niedersächsischen Hähnchenmastbetrieben auf. In den Betrieben wurden Tiere regelmäßig lebendig entsorgt. Aufnahmen aus den Betrieben, von denen einer ein Wiesenhof-Zulieferer ist, dokumentieren wie lebendige Küken in Eimern unter ihren toten Artgenossen ersticken. Weitere Aufnahmen zeigen wie ein Arbeiter mit einer Schaufel auf ein Küken einschlägt und es anschließend – noch lebendig – in einem Müllcontainer entsorgt.

Dr. Christoph Maisack, Richter am Amtsgericht und 1. Vorsitzender der Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) e.V. bezeichnet den Umgang mit den Tieren als brutal und gegen das Tierschutzgesetz verstoßend.

Umso schockierender erscheint die Tatsache, dass die Anklage gegen die entsprechenden Betriebe nun von der Staatsanwaltschaft Oldenburg eingestellt wurde. Im Zusammenarbeit mit Dr. Maisack hat Animal Equality jetzt Beschwerde gegen die Verfahrenseinstellung eingelegt. Der Tierrechtsverein kämpft weiterhin gegen die systematische Tierqual in der Hähnchenmast.

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