Wie verhalte ich mich am besten?

Die Situation: Onkel Herbert hat bereits ein paar Obstler zuviel gezwitschert und kommentiert jovial polternd nahezu jeden Bissen, den Sie zu sich nehmen. Ihnen vergeht nicht nur das Lachen, sondern langsam auch der Appetit …

Wie du sie meisterst: Hart, aber wahr: In diesem Fall fährst du am besten mit der Devise „Augen zu und durch“. Ob vernünftige Argumente oder schlagfertige Contras – jede Erwiderung ist hier vergebene Liebesmüh und sorgt im schlimmsten Fall nur dafür, dass die Situation eskaliert und es zum Streit kommt. Falls also ein diskreter Platzwechsel nicht möglich ist: Ignoriere die Onkel-Sprüche (und gegebenenfalls die der Trittbrettfahrer am Tisch), gebe ihm vielleicht sogar lächelnd recht – das nimmt den Wind aus den Segeln – und wechsele dann charmant das Thema. Die meisten Menschen sprechen gerne über sich selbst: Frage Herbert nach seinen Urlaubsplänen, seiner Meinung zu einem (möglichst unverfänglichen) Thema oder erinnert euch gemeinsam an die guten alten Zeiten. „Stimmt, Onkel Herbert, mein Couscous erinnert wirklich an Hühnerfutter, wie lustig, dass du das sagst! Apropos: Weißt du noch, als Tante Gerda damals an Karneval in ihrem Kükenkostüm Polka getanzt hat …?“ Wenn du alles überstanden hast und wieder zu Hause bist, kannst du immer noch bei deinen verständnisvollen Liebsten Dampf ablassen.