Ausgebrannt: der erschöpfte Planet

Wir haben Schulden, und das nicht zu knapp – bei unserer Erde. Schon wieder ist der Welterschöpfungstag weiter nach vorn gerutscht. Eine erschreckende Entwicklung …

Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig! Ja, dieses Szenario haben wohl die meisten von uns schon hin und wieder erlebt. Doch wenn der Tag des leeren Kontos sich kontinuierlich immer mehr nach vorn verschiebt, vom, sagen wir mal, 24. auf den 19., den 12. usw., was tun wir dann? Die nächste Weltreise buchen? Einen riesigen Flatscreen-Fernseher bestellen? Oder eine neue Designer-Handtasche? Keine so gute Idee, oder?

In Sachen Erd-Ausbeutung verhalten wir uns jedoch genau so, wie der sogenannte Welterschöpfungstag verdeutlicht. Mit diesem flexiblen Datum bezeichnet man den Tag, an dem unsere Nachfrage an natürlichen Ressourcen die Kapazität der Erde zur Erneuerung dieser Ressourcen übersteigt. Errechnet wird er alljährlich von der Organisation Global Footprint Network. Dazu wird die Fläche, die benötigt wird, um unseren derzeitigen Rohstoffbedarf zu decken (z.B. für Getreideanbau, Wasser, Brennmaterial etc.) ins Verhältnis gesetzt zur Fläche, die unsere Erde zu bieten hat. Vor dreißig Jahren haben wir es gerade noch so geschafft, der Welterschöpfungstag fiel 1986 auf den 31. Dezember. Schon ein Jahr später war es der 19. Dezember und so ging es weiter bergab.

Der Pleite-Tag 2016 war … gestern! Am 8. August! Höchste Eisenbahn also, dass wir alle unseren Lebensstil ändern und rücksichtsvoller mit dem umgehen, was uns die Erde bietet. Um dir bewusst zu machen, wo du selbst „über deine Verhältnisse“ lebst, kannst du dir deinen persönlichen Fußabdruck hier berechnen lassen.