Aromania – Kleine Kräuterkunde

Kräuter

Grüne i-Tüpfelchen: Was wäre die feine Küche ohne Petersilie, Basilikum & Co.? Ein kleiner Überblick über die hierzulande beliebtesten Kräuter …

Sophia Hoffmann, die Kolumnistin unseres Schwestermagazins Vegan World, möchte sie ebenso wenig missen wie wir: Frische Kräuter können auch aus einfachsten Gerichten wahre Köstlichkeiten zaubern. Wie auch Sie sich die kleinen Helferlein zunutze machen können, haben wir hier bereits beschrieben. Heute möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick geben über einige der köstlichsten Halme und Blättchen:

Petersilie
Gibt’s kraus oder glatt, wobei letztere etwas intensiver schmeckt. Die süßlich-frische Würze gibt z.B. Eintöpfen, Suppen und Dressings den letzten Pfiff. Achtung: Immer erst gegen Ende des Garvorgangs dazzugeben, da sie sonst zuviele Inhaltsstoffe und Aromen verliert. Wirkt harntreibend, entzündungshemmend und blutreinigend.

Schnittlauch
Passt z.B. zu Dips, Suppen, Omeletts, Cashewkäse usw. Faustregel: Speisen, zu denen Zwiebeln passen würden, harmonieren auch hervorragend mit Schnittlauch, denn dessen Geschmack ähnelt dem seiner knolligen Verwandten. Wie Petersilie erst zum Schluss über das Gericht streuen, um die Aromen zu erhalten. Hilft Magenproblemen und erhöhtem Blutdruck.

Kresse
Als würzig-scharfes Topping auf dem Pausenbrot ebenso beliebt wie auf kalten Platten. Schützt das Herz-Kreislauf-System und kann bei Schilddrüsenüberfunktion helfen.

Dill
Der Beiname „Gurkenkraut“ verrät, mit welchem Gemüse Dill besonders gut harmoniert. Sein fenchelähnlicher Geschmack passt außerdem gut zu Salatsaucen, Marinaden und Kartoffelgerichten. Kann die Heilung von Darm- und Hautentzündungen unterstützen.

Minze
Schmeckt aufgebrüht als Tee oder gibt sommerlichen Cocktails sowie Obstsalaten einen Frischekick. Auch orientalische oder indische Gerichte werden damit verfeinert. Kann Magen-Darm- und Atemwegsbeschwerden lindern.

Zironenmelisse
Der Name ist Programm – erinnert geschmacklich an Zitrusfrüchte und ein wenig an Minze. Toll in kalten und warmen Getränken oder als Frische-Topping auf Desserts oder in Salatdressings. Unterstützt die Bekämpfung von Schlafstörungen, Nervosität und Hautunreinheiten.

Basilikum
Mild-aromatisch, ein italienischer Klassiker, der Risottos, Pastagerichte usw. verfeinert, aber auch prima mit Süßspeisen oder Obst (Erdbeeren!) harmoniert. Wirkt entzündungshemmend und kann Juckreiz lindern.

Rosmarin
Anders als „weiche“ Kräuter wie Petersilie oder Basilikum ist es bei der „harten“ Fraktion, zu der neben Rosmarin auch Oregano und Thymian gehören, sinnvoll, die Kräuter eine Weile mitzugaren, damit sie ihr Aroma voll entfalten können. Wegen seiner Bitterstoffe sollte der krampflösende und durchblutungsfördernde Rosmarin aber nur sparsam verwendet werden. Passt z.B. zu Ofenkartoffeln und Grillgemüse.

Oregano
Die berühmte Ausnahme von der Regel: Als eins der wenigen Kräuter schmeckt Oregano getrocknet aromatischer als frisch. Perfekt zu Pizza, Pasta und anderen mediterranen Gerichten. Hilft bei Atemwegs- und Verdauungsbeschwerden.

Thymian
Würzig-intensiv. Als Teil der beliebten Gewürzmischung „Kräuter der Provence“ harmoniert er wie auch Oregano, Majoran und Bohnenkraut z.B. zu Antipasti und Schmorgemüse. Kann Erkältungsbeschwerden wie Husten und Heiserkeit lindern.

Salbei
Harzig-holziges Aroma – viele lieben ihn, angeröstet in Butter oder Margarine, mit etwas Salz und Pfeffer zu Gnocchi. Aufgebrüht als Tee kann er helfen, Atemwegsbeschwerden und Zahnfleischbluten zu bekämpfen.