Pizzagenuss für alle: So geht’s!

Knuspriger Teig, aromatische Sauce, vielfältige Beläge: Der Genuss einer ofenfrischen Pizza ist ein wahrer Gaumenschmaus. Ob deftig, low-carb oder süß – hier findest du ein paar Fakten über den beliebten Klassiker. Plus: Wir zeigen dir, wie du selbst zu Hause deine Lieblingspizza zauberst.

AUTORIN: Klara von Beuten

WOHER STAMMT DIE PIZZA?
Du hast es dir wahrscheinlich schon gedacht: Die Pizza hat ihre Wurzeln in Italien, insbesondere in Neapel. Dort entwickelte sich im 18. Jahrhundert die Vorläuferin der heutigen Pizza, die als „Pizzaiolo” bekannt war. Ursprünglich war sie ein einfaches Fladenbrot, das mit verschiedenen Belägen wie Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und Gewürzen belegt wurde. Im Laufe der Zeit wurden weitere Zutaten wie Käse, Salami und Gemüse hinzugefügt. Heute ist die Pizza eine weltweit beliebte Speise mit unzähligen Variationen und regionalen Anpassungen. Selbst ins Weltall wurde sie schon geliefert! Im Jahr 2001 wurde die erste Pizza zur Internationalen Raumstation ISS gebracht und von den Astronaut*innen verzehrt.

DIE BELIEBTESTEN PIZZABELÄGE
Je nach Region und individuellen Vorlieben variiert der Lieblings-Pizzabelag. Allerdings gibt es einige Pizzabeläge, die weltweit gut ankommen wie z.B. die Pizza Margherita, die mit Tomatensauce, (veganem) Mozzarellakäse und frischem Basilikum belegt ist. Weitere populäre Beläge sind (vegane) Salami, (vegane) Hähnchenstreifen, Champignons, Paprika, Zwiebeln, Oliven, Jalapeños und verschiedenste (vegane) Käsesorten. Bei Ananas scheiden sich bekanntlich die Geister: Während die einen es lieben, ist für andere ihr Verzehr auf einer deftigen Pizza unvorstellbar. Unsere Redaktions-Favoriten fallen unterschiedlich aus. Weit oben im Kurs sind Pilze, Grillgemüse, veganer Thunfisch, Rucola und Spinat mit veganem Feta-Käse.

DER KLASSISCHE PIZZA-TEIG
Zu Hause schmeckt’s dir am besten? Dann legen wir los: So gelingt die selbstgemachte Pizza im Handumdrehen. Zunächst brauchst du nur etwa eine Handvoll Zutaten, darunter Mehl, Wasser, Hefe, Salz und manchmal auch etwas Olivenöl (optional ein wenig Zucker) – und schon kann es losgehen …

Zubereitung: In einer großen Schüssel 500 g Mehl mit 1 TL Salz und 1 TL Zucker vermischen. In einer separaten kleinen Schüssel die Hefe (1 Päckchen, 7 g) im lauwarmen Wasser (ca. 325 g) auflösen und für etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sie aktiv wird und Blasen bildet. Die Hefe-Wasser-Öl-Mischung zum Mehl geben und alles gut vermengen, bis ein Teig entsteht. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und für ca. 5-7 Minuten kräftig kneten, bis er geschmeidig und elastisch wird. Den Teig zurück in die Schüssel legen und mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken. An einem warmen Ort für ca. 1-2 Stunden ruhen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat. Den Teig erneut auf die Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. Nun kann er in die gewünschte Form gebracht werden. Rund, rechteckig oder frei geformt – hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Den Pizzateig mit den gewünschten Belägen belegen und im vorgeheizten Backofen bei 220-250 °C (abhängig von der gewünschten Knusprigkeit) etwa 10-15 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und der Belag schön gebräunt ist.

LOW-CARB AUF DEM VORMARSCH
Abends noch eine Pizza essen? Klar! Wie wäre es mit einer kalorien- und kohlenhydratarmen Variante (ideal für alle, die auf ihren Insulinspiegel achten)? Anstelle des klassischen Pizzateiges aus Weizenmehl werden alternative Teigvarianten verwen det. Beliebte Optionen sind etwa Blumenkohl-, Zucchini- oder Kichererbsenteige. Ja, gerade Blumenkohl hat einiges auf dem Kasten und macht sich hier besonders gut. Wie gelingt die Blumenkohlpizza? Hier für benötigst du einen mittelgroßen Blumenkohlkopf, Wasser, Salz, Pfeffer, etwas Knoblauchpulver (nach Belieben). Als Eiersatz nehmen wir 1⁄4 Tasse gemahlene Leinsamen. Belegen kannst du den fertigen Boden z.B. mit Tomatensauce oder veganer Sauce Hollandaise (Achtung: kalorienreich!), deinem Lieblingsgemüse und Veggie-Fleisch sowie Basilikum und Oregano. Am Schluss mit veganem Käseersatz abrunden.

PFLANZLICHE PIZZALIEBE
Ja, Veggie-Pizzen erfreuen sich zunehmen der Beliebtheit! Nicht nur, weil vegane Pizzen unglaublich gut schmecken, sondern weil man sich damit auch automatisch für eine tier- und umweltfreundliche Pizza entscheidet. Wer sich ethisch-verantwortungsvoll ernähren möchte, aber gleichzeitig auch richtig gerne deftig schlemmt, wird hier fündig. Pro-Tipp: Pizza mit saisonalen, nachhaltigen Zutaten belegen. Und noch ein Tipp aus unserer Redaktion, da wir selbst große Pizza-Fans sind: Wer sich immer über seinen Pizzaschneider ärgert, weil er nicht gut funktioniert: Wir nutzen hierfür eine Küchenschere. Das geht schnell und man kann sich sein Lieblingsstück individuell zuschneiden. Lust auf mehr? Wer noch weiter experimentieren möchte, versucht es mit einer süßen Pizzakreation. Wie wäre es also mit einer Dessertpizza mit Schokolade? Anstatt der herkömmlichen Tomatensauce kann eine süße Pizza mit einer Schicht geschmolzener, veganer Schokolade als Basis zubereitet werden. Dann Beläge wie Bananenscheiben, Beeren oder gehackte Nüsse drauf: Yummy!

DAS IDEALE GETRÄNK ZUR PIZZA
Die klassische Begleitung ist wohl das Bier, aber auch ein Glas vollmundiger oder fruchtiger Rotwein wird gerne zur Pizza gereicht. Soll nicht nur die Pizza vegan sein, sondern auch das Getränk, ist zu beachten, dass der Wein ohne Tierprodukte hergestellt worden ist. Oftmals werden Weine nämlich z.B. mit Gelatine geklärt. Bier hingegen ist – aufgrund des deutschen Reinheitsgebotes – immer vegan. Wer sich lieber mit alkoholfreien Getränken erfrischt, kann auch gut Mineralwasser zu sich nehmen. Der Vorteil: Das Wasser neutralisiert den Pizzageschmack und du kannst jeden Bissen aufs Neue genießen. Wer gerne zu Kohlensäure greift, kann natürlich auch Softdrinks zu sich nehmen,allerdings ist hier Vorsicht geboten. Einige enthalten eine große Menge an Zucker und sind daher nicht nur kalorienreich, sondern lassen auch leicht den Blutzuckerspiegel ansteigen. Spätsommertipp: selbstgemachter Eistee mit Wasser und saisonalen Früchten oder Gemüsen sowie Kräutern. Fein serviert ist dies eine tolle optische Ergänzung zur knusprigen Pizza. Cheers!

PIZZAGENUSS – EINE FRAGE DES OFENS
Ja, auch auf den Ofen kommt es an. Für das Backen von Pizza kannst du verschiedene Öfen verwenden. Welcher am besten zu dir passt, hängt von individuellen Vorlieben ab. Wir haben hier für dich ein paar der beliebtesten Varianten:

Pizza aus dem Holzofen: Du möchtest ein authentisches Pizzaergebnis mit einer knusprigen Umrandung und einem rauchigen Geschmack? Dann ist ein Holzofen eine tolle Wahl.

Pizza aus dem Steinofen: Der Vorteil eines Steinbodens? Er absorbiert die Hitze gleichmäßig und erzeugt ebenfalls eine feine Kruste sowie einen rauchigen Geschmack. Eine rundum solide Option für leckeren Pizzagenuss! Übrigens: Diese Ofenart kann mit Holz, Gas oder Strom betrieben werden.

Pizza aus dem Konvektionsofen: Sie sind besonders beliebt für zu Hause, weil sie die Hitze gleichmäßig im Ofen verteilen und die Pizza damit gleichmäßig braun und knusprig wird. Zudem haben Konvektionsöfen unterschiedliche Einstellungsoptionen, sodass hier unterschiedliche Pizzaergebnisse erzielt werden können.

Pizza aus dem Haushaltsofen mit einer Steinplatte: Du magst Pizza, aber auch nicht so sehr, dass du dir extra einen neuen Ofen zulegen möchtest? Dann ist diese Option vielleicht etwas für dich: Nutze eine Pizzasteinplatte. Auf diese Weise speichert der Stein die Hitze und erzeugt so den beliebten knusprige Pizzarand deiner Lieblingspizza.

Welcher Ofen am besten zu einem passt, hängt letztlich von den persönlichen Vorlieben ab und ist natürlich auch eine Budgetfrage. Bei allen gilt jedoch: Achte auf die Temperatur. Eine gute knusprige Pizza benötigt hohe Temperaturen.

AM NÄCHSTEN TAG NOCH GENIESSBAR?
Ja, auch wenn sie nicht mehr die Frische vom Vortag hat, kannst du deine Pizza kalt essen. Wichtig ist allerdings, dabei auf die richtige Lagerung zu achten. Unsere Empfehlung: Ab in den Kühlschrank und das am besten in einem luftdichten Behälter. Wenn du sie längere Zeit aufbewahren möchtest, kannst du deine Veggie-Pizza auch einfrieren. Dafür bietet es sich an, die restlichen Pizzastücke in einen Gefrierbeutel zu geben, da du so ungewollten Gefrierbrand vermeiden kannst. Aufwärmen kannst du sie dann wieder im Ofen. Liegt der übriggebliebene Rest der Pizza einfach auf dem Esstisch oder auf der Küchenablage, dann achte auf die Zimmertemperatur. Nach 1–2 Stunden solltest du die Pizza besser nicht mehr konsumieren, um somit das Risiko einer Lebensmittelvergiftung zu minimieren. Auch verliert die Kruste ihre Konsistenz daher schnell zugreifen, solange die Pizza noch ofenfrisch ist.

SCHON GEWUSST? 4 ERSTAUNLICHE PIZZA-FAKTEN!
Die größte Pizza der Welt: 6000 Gramm Teig, 2200 Kilogramm Tomatensauce, 4400 Gramm Käse und 630.000 Salami — so viel hatte es benötigt, um die größte Pizza der Welt herzustellen. 1300 Quadratmeter Fläche hatte die Pizza — gigantisch!

Pizza geht immer! Hierzulande wird so gerne Pizza gegessen, dass statistisch jede Woche bei über 70 % der Bevölkerung mindestens ein Stück Pizza auf dem Teller landet.

Das Emoji für Pizza ist eines der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Emojis.

Juhu, es wird immer pflanzlicher! Vegane Pizza? Ja, bitte! Immer mehr Supermärkte bieten auch rein pflanzliche Pizzen an — auch in Bio-Qualität.

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