App rettet Essen vor Mülleimer

Too Good To Go- Die App

Foto: Too Good To Go

Was in Restaurants übrig bleibt, kommt für gewöhnlich in die Tonne. Eine kluge App macht aus Restaurant-Resten günstige Take-Away-Dinner. Wider die Essens-Verschwendung!

313 Kilogramm pro Sekunde – so viele Lebensmittel landen laut der Umweltstiftung WWF in Deutschland im Müll. Und zwar genießbare. Diese Verschwendung, die ungehindert vonstatten geht, während in anderen Ländern Hunger herrscht, betrifft aber nicht nur die Privathaushalte, sondern auch die Gastronomie. Was die Küchen nicht den Gästen auf Tellern kredenzen, geht großteils direkt ab in den Abfall. Zwischen 837.000 und 1.015.000 Tonnen Lebensmittel werden jährlich laut einer Studie der Universität Stuttgart allein von der Gastronomie weggeschmissen. Das ist kein geringer Teil von den insgesamt fast 11 Millionen Tonnen deutschlandweit pro Jahr.

Eine schlaue Idee hatte da das Startup Too Good To Go: Über deren App und Internetplattform können Restaurants ihre Gerichte zum sehr günstigen Preis anbieten und – zumeist kurz vor Geschäftsschluss – an die App-User verkaufen. Dinnergenuss dank Selbstabholung.

Das funktioniert so: Über die App (für Android und iOS) oder die Internetplattform können sich die User per Karte oder Postleitzahl informieren, welche Restaurants am Konzept von Too Good To Go teilnehmen. Dann lässt sich das Restepaket vorbestellen und online bezahlen. Es folgt eine Bestätigung aufs Handy, und zu den angegebenen Zeiten kann das Essen dann beim Restaurant abgeholt werden. Und das am besten in einer eigenen, wiederverwendbaren Box, z.B. in einer mehrlagigen Tiffin, um Verpackungsmüll zu vermeiden. Aber das Startup selbst setzt u.a. auch Wegwerfboxen aus Zuckerrohrfaser und Biokunststoff ein, die biologisch abbaubar sind.

Too Good To Go - Eine Portion-Buffet

Foto: Too Good To Go

Die Idee ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Geldbeutel der TeilnehmerInnen: Etwa 2,50 bis 3,00 € kosten die gut gefüllten Boxen. Davon geht je 1 € an das Startup – schließlich kümmert es sich ja um Dinge wie Kundenservice und die digitale Kommunikation.

Unterstützt wurde Too Good To Go übrigens von Mai Goth Olesen, einer Umweltwissenschaftlerin aus Dänemark, dem Herkunftsland des Startups. Die Gründer Stian M. H. Olesen und Thomas Bjørn Momsen hatten ihre Idee in einem Blogpost diskutiert – und die Wissenschaftlerin fand diese so gut, dass sie direkt mit ins Unternehmen einstieg. In Dänemark ist Too Good To Go mittlerweile der Renner: Über 120.000 Downloads der App gab es bereits, und 300 gastronomische Betriebe arbeiten mit Too Good To Go zusammen. Und auch mit Blick auf Deutschland zeigt die Karte der App, dass diese Art des Take-Aways im Kommen ist. Da wundert es nicht, dass bereits einige große Investoren ihre Augen auf das Startup gerichtet haben, darunter, wie man munkelt, auch die Gründer von Skype. Doch zugegeben: Als Independent-Unternehmen gefällt uns Too Good To Go eigentlich viel besser.

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