Plastikflasche vs. Leitung: Welches Wasser sollten wir bevorzugen?

 

Wasserhahn

 

Je mehr man sich damit beschäftigt, desto eher scheint es wie die Wahl zwischen Pest und Cholera: Trinken wir Mineralwasser aus Plastikflaschen, nehmen wir, diversen Wissenschaftlern zufolge, hormonähnliche Substanzen zu uns, die im schlimmsten Fall gesundheitliche Schäden (wie Unfruchtbarkeit, Vergrößerung der Prostata, Diabetes) verursachen können. Leitungswasser auf der anderen Seite hat zwar deutlich strengere Richtlinien, doch auch hier gibt es Studien und Meinungen, dass sich diverse Medikamentenreste im Wasser befinden und der durch sauren Regen immer weiter sinkende PH-Wert wiederum Blei, Kupfer und Asbestfasern aus den Rohren löst und mit in unsere Gläser und Tassen befördert.

 

Selbstverständlich gibt es zu beiden Sichtweisen immer auch Gegenansichten, die die absolute Unbedenklichkeit beider Wasser-Varianten beteuern. Doch allein, dass die Vermutung der Verunreinigungen und Gesundheitsgefährdung besteht, weckt bei dem einen oder anderen verständlicherweise ein ungutes Gefühl.

 

Nichtsdestotrotz müssen wir trinken! Mindestens 1,5 Liter am Tag, am besten hauptsächlich Wasser. Wir bestehen zu knapp zwei Dritteln aus Wasser und ohne das wertvolle Nass können wir nicht lange überleben. Wenn wir also schon bezüglich des Gesundheitsaspekts auf keine eindeutige Antwort kommen, so lassen wir doch die Umwelt sprechen: Ökologisch gesehen ergibt es keinen Sinn, auf Wasser aus PET-Flaschen zurückzugreifen, die teils weite Strecken durch Deutschland oder gar Europa zurücklegen. Damit vergrößern Sie auf unnötige Weise Ihren CO²-Fußabdruck. Wenn Sie dennoch auf Mineralwasser bestehen, kaufen Sie lieber das in Glasflaschen aus der Region. Dieses war in allen Studien vergleichsweise recht wenig und selten hormonell belastet.

 

Doch am umweltfreundlichsten ist wohl stets die eigene Leitung zu Hause. Hahn auf, Wasser Marsch, genießen. Wer auf Kohlensäure nicht verzichten will, dem ist mit der Anschaffung einer Sprudelmaschine geholfen. Noch ein Vorteil: Lästiges Kästen-Schleppen gehört damit der Vergangenheit an.

 

Tipp: Wer auch bei der nassen Erfrischung unterwegs auf Plastik verzichten möchte, für den eignen sich Alu- oder robuste Glas-Flaschen mit Qualitätssiegel.