Was ist eigentlich Pseudogetreide?

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Menschen mit Glutenunverträglichkeit kennen und lieben es: Pseudogetreide. Denn diese Körnerfrüchte, die echten Getreidearten ähneln, aber nicht wie diese zur Familie der Süßgräser gehören, enthalten nicht das gefürchtete Klebereiweiß, das bei Unverträglichkeiten zu so großen Problemen führt. Trotzdem lassen sich diese Körner (beinahe) genauso verwenden wie Weizen, Roggen und Co. Sie lassen sich als Gebäck oder Pasta oder auch als andere sättigende Beilagen wie Breie genießen. Weiterer Vorteil für die Gesundheit: vor allem die drei wichtigsten Pseudogetreide-Arten Quinoa, Amaranth und Buchweizen bergen eine gute Dosis Eiweiß und Mineralstoffe.

Leider jedoch fehlt Pseudogetreiden die Eigenbackfähigkeit, für die wir insbesondere Weizen, Roggen und Dinkel so sehr lieben. Das bedeutet, aus ihnen allein lässt sich kein Laib Brot herstellen – er würde einfach nicht zusammenhalten. Und so sind glutenfreien Broten und Brötchen immer andere Zutaten beigemischt, die für die nötige Bindung sorgen: z.B. Sojaprotein, Apfelfaser oder auch Teffmehl. Letzteres wird zwar aus Zwerghirse hergestellt, die zur Familie der Süßgräser gehört und insofern ein echtes Getreide ist – doch praktischerweise ebenfalls glutenfrei.

Aber auch abseits von Brot und Brötchen sind die Powerkörner der Pseudogetreide-Arten vielseitig einsetzbar, z.B. im Müsli. In unseren Frühstücksbowls ist neben Amaranth momentan besonders ein Pseudogetreide aus dem mittel- und südamerikanischen Raum beliebt: der Chia-Samen. Ein Rezept für eine leckere Smoothie-Bowl mit Chia findet ihr hier.