Kleines Tofu-Lexikon

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Tofu ist nicht gleich Tofu! Der Sojabohnenquark – seit gut 2000 Jahren wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche und auch hierzulande immer beliebter – kommt mal cremig-soft und mal fest wie Gummi daher. Man unterscheidet drei Grundarten des wertvollen Eiweißlieferanten:


Seidentofu

Sehr weicher Tofu mit hohem Feuchtigkeitsgehalt. Dank seiner puddingartigen Konsistenz ist er gut geeignet für Nachspeisen, Tortenfüllungen, Suppen und Saucen.

Asiatischer Tofu

Entwässert und gepresst – dieser Sojakäse ist fester als Seidentofu, aber immer noch relativ weich, ähnlich wie frisches Fleisch. Er wird z.B. frisch gegessen oder gebraten.

Westlicher Tofu

Der Tofu mit dem geringsten Feuchtigkeitsgehalt. Er fühlt sich etwas gummiartig an, lässt sich schneiden, braten, grillen oder dünsten und wird hierzulande gern als Fleischersatz verwendet.

Daneben bzw. auf Basis dieser drei Sorten gibt es unzählige Varianten und
Zubereitungsarten. Einige Beispiele:

Räuchertofu:

Gehört in Europa zu den beliebtesten Sorten. Gewürzt und mild geräuchert (z.B. in kaltem Buchenholzrauch) schmeckt er klein geschnitten im Salat oder gegrillt anstelle von Fleisch.

Gefriergetrockneter Tofu:

Wird vor dem Essen in heißem Wasser oder Brühe eingeweicht. So entsteht seine schwammartige Konsistenz. Bekannt z.B. aus japanischen Miso-Suppen.

Tofu-Haut:

Wird Sojamilch in einer flachen Wanne erhitzt, bildet sich eine Haut, die vorsichtig abgenommen und anschließend luftgetrocknet wird. Sie dient z. B. als Suppen-Einlage, kann aber auch pur verzehrt werden.

Durch seinen schwachen Eigengeschmack ist Tofu überaus vielseitig und lässt sich auf unterschiedlichste Weisen einlegen, marinieren, füllen, braten, pürieren usw. Probieren lohnt sich! Wer behauptet, er möge keinen Tofu, hat vielleicht nur noch nicht den richtigen für sich gefunden …