Die besten Küchentricks

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Ein bisschen Talent, ein wenig Übung – und der ein oder andere Tipp von der Oma: So wurde aus manch unbeholfenem Küchen-Laien mit der Zeit ein passabler bis ausgezeichneter Hobbykoch. Doch heutzutage wohnt die findige Großmutter immer seltener allzeit bereit um die Ecke. Stattdessen erkundet sie oft fröhlich die Welt, und man selbst steht ratlos am Herd. So versorgen stattdessen wir dich mit verblüffend einfachen Tricks, die schon so manches Gericht gerettet und manchen Verzweiflungsschrei vermieden haben:


Rettung für Versalzenes

Verliebt? Salzstreuer aufgegangen? Mit den Gedanken woanders? Manchmal passiert es einfach – die eben noch wunderbare Suppe oder Sauce bekommt zu viel „weißes Gold“ ab und wird ungenießbar. Rettung können eine klein geschnittene rohe Kartoffel oder eine Scheibe Brot bringen: Beide saugen einen Teil des Salzes aus dem Essen, wenn du sie eine Weile mitkochst und dann entfernst. Wer Backpflaumen im Haus hat, kann es auch damit versuchen – das Trockenobst neutralisiert den Salzgeschmack.

Neues Prickeln für schalen Sekt

Party vorbei, Sektflaschen halb voll. Und jetzt? Ein paar Tage später machen die Reste keine Freude mehr. Doch der schale Schaumwein wird wieder prickelnd, wenn du eine Rosine ins Glas gibst! Der
Zuckergehalt der Trockentraube lässt neue Kohlensäure entstehen – ohne den Sektgeschmack zu verändern! Du willst nach der Feierei lieber eine längere Trinkpause einlegen? Dann ist aus den Sektresten, (Soja-)Sahne, etwas Wasser oder Brühe und Gewürzen schnell eine raffinierte Sauce gezaubert!

So reifen Avocados schneller

Avocados sind vitaminreiche Stresskiller und lecker noch dazu! Doch für den Verzehr nach einem spontanen Lustkauf wenig geeignet, bekommt man die „Butterfrüchte“ im Handel doch meist nur steinhart. Ungeduldige können den Reifeprozess beschleunigen, indem sie die Avocados zusammen mit Äpfeln lagern. Diese verströmen ein Gas (Ethylen), das die birnenförmigen Beeren rascher genießbar macht. Noch schneller funktioniert der Trick, wenn du die Früchte zusammen in Zeitungspapier einwickelst.

Weg mit dem Küchen-Mief

Kohl gekocht, Zwiebeln gebraten, Essen auf dem Tisch – wunderbar! Doch was, wenn sich danach der hartnäckige Küchengeruch nicht vertreiben lässt? Zimt heißt das Zaubermittel! Einfach mit etwas Wasser und im Topf leicht erwärmen, schon verteilt sich angenehmer Duft im Raum und vertreibt den Mief. Ebenfalls bewährt haben sich dafür Salbei, Nelken, Zitronen und Orangen.

Tomaten schälen leicht gemacht

Spaghetti Napoli, Ratatouille, rote Salsa – für viele Rezepte benötigt man geschälte Tomaten. Wenn du nicht auf solche aus der Dose zurückgreifen willst (die übrigens viel besser sind als ihr Ruf!), kannst du natürlich zum Sparschäler greifen. Willst du frische Tomaten häuten, geht das aber am leichtesten mit kochendem Wasser: Tomate an der Oberseite kreuzweise einschneiden, kurz hineinlegen, kalt abschrecken – et voilà – die Haut löst sich fast von selbst.


Gut geschüttelt ist top verteilt

Du willst Öl und Gewürze, gegebenenfalls auch Paniermehl, gleichmäßig über viele kleine Stücke verteilen (z. B. Für selbstgemachte Kartoffelwedges oder Kräutermandeln)? Besonders schnell und
gründlich geht das, wenn du alle Zutaten zusammen in einen Gefrierbeutel gibst und diesen kräftig durchschüttelst! Anschließend lassen sich die Kartoffeln, Nüsse oder anderen Lebensmittel wunderbar weiterverarbeiten!

So kriegt die Sauce ihr Fett weg

Die Sauce ist lecker, aber etwas zu fettig? Dann ab in den Kühlschrank damit! Dort bildet sich auf der Flüssigkeit nach einer Weile eine Fettschicht (oder einzelne Fettaugen), die sich ganz leicht abnehmen lässt. Die Zeit hast du nicht? Kein Problem: Wickle stattdessen Eiswürfel in
ein sauberes Tuch und gehe damit in die Sauce – das Fett erkaltet und bleibt an dem Eisbeutel hängen.

Foto: Caroline Attwood